Narrenhütchen {Waffel / Buttercreme / Sprinkles / Schokolade}

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Nicht nur zu Karneval, auch zum Kindergeburtstag oder einfach so für zwischendurch sind diese Narrenhütchen ganz wunderbar. Knusprige Eiswaffeln werden mit lockerer Buttercreme und saftigem Rührkuchen gefüllt, mit Schokolade überzogen und mit Zuckerperlen verziert. Das i-Tüpfelchen bildet eine Kokos-Praline, die den Narrenhütchen den letzten Schliff verleiht.

Zutaten für den Rührkuchen

  • 3 Eier
  • 160g Zucker
  • 180g weiche Butter
  • 1 Tl Vanilleextrakt
  • 180g Mehl
  • 1 Tl Backpulver

Zutaten für die Buttercreme

  • 2 Eiweiß (Größe L)
  • 100g feiner Zucker
  • 125g Butter
  • Einige Tropfen Lebensmittelfarbe 

Zutaten für die Fertigstellung

  • 12 Eiswaffeln
  • 12 Stück Pralinen Raffaello (z.B. von Ferrero)
  • 150g weiße Kuvertüre  
  • evtl. einige Tropfen Lebensmittelfarbe für Schokolade
  • Ca. 50-80g gemischte Zuckerperlen

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Die Eier mit dem Zucker in der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer mindestens 10 Minuten schaumig schlagen, bis die Masse fast weiß ist. Die Butter in der Mikrowelle schmelzen und das Vanilleextrakt unterrühren. Die Butter zur Eiercreme geben und in der Küchenmaschine solange weiterrühren lassen, bis sich alles gerade gut verbunden hat. Mehl und Backpulver auf die Eimasse sieben und mit einer Gummizunge unterheben. Den Boden einer Springform mit 28cm Durchmesser mit Backpapier auslegen, den Teig einfüllen und den Kuchen im vorgeheizten Ofen für ca. 20-25 Minuten backen. Den Kuchen auf einem Kuchengitter erst in der Form und anschließend auf dem Backpapier vollständig auskühlen lassen.

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Für die Meringue-Buttercreme die Eier trennen und die Eigelbe anderweitig (z.B. für einen Pudding oder ein Curd) verwenden. Das Eiweiß und den Zucker in einer Metallschüssel unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen über einem kochenden Wasserbad auf mind. 65°C erhitzen. Hierbei ist ein Thermometer notwendig. Sobald die Temperatur erreicht ist, das Wasserbad entfernen und das Eiweiß in der Küchenmaschine steif schlagen. So lange weiterschlagen, bis die Masse auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, dies kann einige Minuten dauern. Sobald die Meringuecreme Zimmertemperatur hat, die zimmerwarme Butter (das ist wirklich sehr wichtig für das Gelingen der Creme) in drei Portionen unter den Eischnee rühren, bis eine homogene und glatte Creme entstanden ist. Sollte die Creme ausnahmsweise doch ausflocken, kann man sie einfach kurz über dem Wasserbad erwärmen und wieder glattrühren. Sollte die Creme zur weiteren Verarbeitung zu weich sein, kann man sie einen Moment im Kühlschrank aufbewahren. Die Creme mit Lebensmittelfarbe bunt einfärben und in einen Spritzbeutel füllen.

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Aus dem Kuchen 12 Kreise in der Größe der Öffnung der Waffel ausstechen und Kreise mit halb so großem Durchmesser.

Die Eiswaffeln in Gläser stellen und jeweils zu einem Viertel mit Creme füllen. Dazu die Spitze vom Spritzbeutel abschneiden. Ein Stück Kuchen mit kleinem Durchmesser auf die Creme geben und festdrücken. Eine weitere Portion Creme in die Waffel füllen und mit den Kuchen abschließen, so dass der Kuchen bündig mit der Waffel abschließt. 

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Kuvertüre und Lebensmittelfarbe schmelzen und temperieren. Die Zuckerperlen in einer Schüssel bereit stellen. Die Waffeln mit dem offenen Ende ca. 0,5 cm tief in die Schokolade tauchen und die Schokolade am Rand der Schüssel abklopfen. Sobald die Schokolade nicht mehr herunter läuft die Eiswaffeln in die Zuckerperlen drücken und komplett fest werden lassen. 

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Mit Hilfe eines Zahnstochers ein Loch in eine Kokospraline bohren und die Praline auf die Spitze der Eiswaffel stecken. Die Waffeln schmecken frisch besonders gut, egal ob zum Kaffeestündchen oder einfach so zwischendurch. Ich hoffe ihr habt viel Freude mit diesem Rezept und wünsche euch eine närrische (Kuchen-)Zeit! 

Eure Tine

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Auf-Wiedersehen-Nikolaus {Eier / Mehl / Butter / Schokonikolaus}

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Spätestens wenn der Osterhase eingezogen ist, ist es an der Zeit die (Schoko-)Nikoläuse, Weihnachtsmänner und Wichtel zu verabschieden. Bei uns sind zwei große Nikoläuse übrig geblieben, denn niemand konnte sich überwinden ihnen den Kopf abzubeißen. Nun gut, im Kuchen und als Glasur machen sie sich auch ganz hervorragend. Ich möchte nicht ausschließen, dass sie künftig regelmäßig auf diese Art verzehrt werden.

Wenn es dann auch noch eine neue Backform einzuweihen gilt, gibt es kein Halten mehr. Gemeinsam mit dem Kuchenkind geht's den Nikoläusen an den Kragen - und jetzt ist niemand mehr zimperlich ;-) Unsere sind übrigens aus Kinderschokolade und das gibt einen herrlichen Geschmack. Ich muss zugeben, ich war zuvor etwas skeptisch, aber sowohl im Kuchen auch als Glasur war die Schokolade wunderbar. Das Rezept ist relativ einfach, so dass auch kleinere Kinder prima helfen können. 

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Zutaten für den Teig

  • 3 Eier
  • 140g Rohrohrzucker
  • 2 El Saure Sahne
  • 180g Butter  
  • 180g Mehl
  • 1Tl Backpulver
  • ein großer gehackter Schokonikolaus

Zutaten für die Glasur

  • ein großer gehackter Schokonikolaus
  • etwas Palmin
  • Zuckerstreusel

Zubereitung

Das Rezept ergibt 6 kleine Gugelhupfe (ich habe diese Form verwendet) und ein bis zwei Muffins. Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und die Backform gründlich fetten und bemehlen. Dazu habe ich die From mit Hilfe eines Pinsels mit etwas geschmolzener Butter ausgestrichen und anschließend mit Mehl bestäubt. 

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Eier und Zucker in der Küchenmaschine luftig aufschlagen. Die Butter schmelzen und mit der sauren Sahne verrühren. Beides langsam zur Eiermasse geben und sorgfältig untermischen. Mehl und Backpulver mischen und unter die Creme heben. Zum Schluss die Nikolaus-Streusel unterheben und in die Formen füllen. 

Die Gugelhupfe für ca. 15 - 20 Minuten backen und nach einer kurzen Zeit aus der Form holen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. 

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Die Schokolade mit dem Palmin über einem Wasserbad schmelzen und die Hupfe damit überziehen bzw. verzieren. Die Gugelhupfe nach Geschmack mit Streuseln dekorieren. 

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Die Küchlein sind wunderbar locker, saftig und schmecken einfach großartig. Ab jetzt werden wir übriggebliebene Schokoladenvorräte immer mit diesem Rezept verwerten. Ich hoffe, ihr habt ebenso viel Freude beim Nachbacken und eine gute (Kuchen-)Zeit! 

Eure Tine

Schneller Bratapfelkuchen {Äpfel / gebrannte Mandeln / Rosinen}

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Heute habe ich ein Rezept für euch, das richtig schnell geht, versprochen!

Wenn ich aus dem Büro komme und das Kuchenkind vom Kindergarten abhole, dann steht Mutter-Sohn-Zeit ganz oben auf der Tagesordnung und alles andere, was nicht unbedingt sein muss, bleibt erst einmal liegen. Manchmal aber muss ein Kuchen einfach sein. Dann ist der Hunger groß und der Appetit auf Süßes lässt sich nicht vertreiben. Vorallem wenn man sich einbildet, es müsse genau jetzt ein Stückchen Kuchen her; dann geht auch nichts anderes mehr, zumindest bei mir ist das so. Und was bleibt mir da? Entweder motiviere ich das Kind mitzumachen – das ist immer besonders spaßig, aber klappt leider nicht jedes Mal – oder das Kind spielt einen KLITZEKLEINEN Moment alleine und das ist dann meine Chance! Also, muss es dann ganz besonders schnell gehen ...

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Dieser Kuchen ist dafür perfekt - versprochen! Obendrein ist er super saftig, hat etwas crunch und erfüllt das Haus mit einem wohlriechenden Duft.

Zutaten für den Teig

  • 2 Eier
  • 80g Zucker
  • 100ml Öl
  • 50ml Schlagsahne
  • 150g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz

Zutaten für die Äpfel

  • 4 kleine Äpfel
  • 2 EL Rosinen
  • 2 Hände gebrannte Mandeln
  • 1 EL flüssige Sahne
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

Rosinen mit kochendem Wasser übergießen und einweichen. Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. Eier mit dem Zucker schaumig schlagen, Öl und Sahne unter stetem Rühren hinzufügen und alles luftig aufschlagen. Mehl, Salz und Backpulver mischen und kurz unterrühren. Den fertigen Teig in eine kleine, mit Streifen von Backpapier ausgelegte Kastenform füllen. 

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Äpfel waschen, einen Deckel abschneiden und das Kerngehäuse mit einem Kugelausstecher entfernen. Die Rosinen abtropfen lassen, die Mandeln grob hacken und alles zusammen mit der Sahne vermischen. Die Füllung in die Äpfel füllen, den Deckel aufsetzen und die gefüllten Äpfel in den Teig drücken. Die übrige Füllung auf den Teig um die Äpfel herum verteilen.  

Den Kuchen ca. 35 - 40 Minuten backen. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäubt servieren. 

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Das ging doch ganz fix, oder? Manchmal habe ich ganz spontan Appetit auf Kuchen oder ich wünsche mir den herrlichen Duft nach frischem Gebäck herbei dafür ist dieses Rezept einfach ideal! Lasst euch den Kuchen schmecken und habt eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine 

Versunkene Holler-Birnen {Birne / Holunder / Vanille}

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Dieser Kuchen ist eine Hommage an meine Omi und für mich der Innbegriff des Herbstes! Zu dieser Jahreszeit stand bei meiner Omi regelmäßig eine Holunderbeeren-Suppe auf dem Tisch. Die tiefviolette Flüssigkeit umspielte kleine Inseln aus pochierten Birnenspalten und süßen Grießklößchen. Der herbe Duft des Holunders, verbunden mit der Süße von Birnen und Gries, zog durch das ganze Haus und lockte uns an den Tisch. Meine Mutter hat diese Tradition fortgesetzt und ich übertrage sie nun in meine Kuchenwelt. Die Birnen werden in Holundersaft pochiert und versinken anschließend in einem Grießteig. Klingt das nicht wunderbar?

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Holundersaft ist übrigens reich an Vitamin C und darum wunderbar für die oft nass-kalte Herbstzeit. Aber dem Holunder werden auch magische und mystische Eigenschaften nachgesagt: So sollen in Holunderbäumen, die oft nahe an Häusern wachsen, die guten Hausgeister wohnen. Na dann, wollen wir den Hausgeistern mal etwas Gutes tun, auf geht's - ran an den Holunder ;-)

Zutaten für den Teig

  • 160g Butter
  • 120g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 TL Orangenabrieb  
  • 3 Eier
  • 160g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 60g Grieß 
  • 60g gemahlene Mandeln
  • 100ml Milch

Zutaten für die Birnen

  • 4 Birnen (z.B. Williams)
  • 80g Zucker
  • 500ml Holunderbeerensaft (Muttersaft ohne Zusätze aus dem Reformhaus oder selbst gewonnen) 

Zubereitung

Am Abend vorher wasche ich die Birnen gründlich (vor allem der Stielansatz sollte sauber sein) und schäle sie anschließend. Mit einem Kugelausstecher entferne ich den Blütenansatz und das Kerngehäuse, so dass die Birne einen Hohlraum bekommt. Nun den Zucker karamellisieren und mit dem Holundersaft ablöschen. Den Saft aufkochen, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Die vorbereiteten Birnen in den Saft geben und alles 4-5 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei die Birnen regelmäßig wenden. Die Hitze reduzieren und weitere 10 Minuten ziehen lassen. Den Herd komplett ausschalten und die Birnen über Nacht im Saft ziehen lassen. 

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Am nächsten Tag die Zutaten für den Teig bereitstellen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Die Birnen aus dem Sud holen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. 

Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und eine Kastenform buttern und mit Mehl bestäuben. Ich lege zusätzlich einen schmalen Streifen Backpapier auf den Boden der Form, damit er sich leichter aus der Form holen lässt.

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Die Butter mit dem Zucker und der Vanille schaumig rühren. Die Eier einzeln hinzugeben und jeweils gründlich unterrühren. Die zimmerwarme Milch und ebenso wie die gut vermischten trockenen Zutaten unterrühren. Die Kastenform etwa 3 cm hoch mit Teig füllen. Nun die Birnen mit dem Stiel nach oben in den Teig drücken und den restlichen Teig vorsichtig um die Birnen verteilen. Den Kuchen ca. 60 Minuten backen im heißen Ofen backen. Eine Stäbchenprobe ist empfehlenswert: Dazu einen Schaschlikspieß in den Kuchen stechen und sofort wieder herausziehen. Wenn der Spieß trocken bleibt, ist der Kuchen gar und sollte aus dem Ofen geholt werden.

Den Kuchen einen Moment in der Form abkühlen lassen und anschließend auf einem Kuchengitter vollständig erkalten lassen. Mit Puderzucker bestäubt servieren. Optisch ist der Kuchen durch die Birnen ein Hingucker. Vor allem, wenn man die Stücke nah an den Birnenstielen schneidet.

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Macht es euch gemütlich und lasst euch von dem wunderbaren Duft verführen. Eine gute (Kuchen-)Zeit wünscht euch eure Tine!

 

Zwetschgenstreusel {Zwetschgen / Haselnüsse / Vanille}

Zwetschgen verbergen sich hier unter crunchy Haselnussstreuseln

Zwetschgen verbergen sich hier unter crunchy Haselnussstreuseln

Spätestens wenn mich in den Obstregalen im Supermarkt die ersten violetten oder blauen Pflaumen anlachen bin ich in Herbststimmung. Ich liebe diese Jahreszeit und würde sie noch mehr lieben, wenn mit dem Herbst nicht so oft das typische Schmuddelwetter verbunden wäre – aber in diesem Jahr können wir uns wahrlich nicht beklagen.  

Neben Zwetschgen sind in dieser Zeit auch Kürbisse, Nüsse, Äpfel und Birnen in meiner Küche ständig präsent ... all diese wunderbaren Dinge werden euch in verschiedenen Varianten in den nächsten Wochen in der Kuchenwelt begegnen; bleibt also gespannt! 

Zwetschgenstreusel
Zwetschgenstreusel

Heute aber geht es erst einmal mit einem herrlich saftigen Streuselkuchen los, dieses Mal ausnahmsweise in einer 26cm Springform. Im Familienrat waren wir uns nicht einig, denn der Liebste ist zwar ein großer Fan von Obstkuchen, allerdings würde er bei Zwetschgen einen Datschi (also Zwetschgen auf dünnem Hefeteig) bevorzugen. Am Ende waren wir aber alle sehr happy mit dem Ergebnis und es hat kein Wochenende lang gedauert, bis der Kuchen ratzekahl weg war. Die Zwetschgen sind in einem lockeren und wunderbar saftigen Rührteig versunken und wurden von crunchy Haselnussstreuseln gekrönt. Die Haselnüsse haben dem Kuchen ein gewisses Etwas verleihen. Der Kuchen macht nicht viel Arbeit und die wenige Zeit, die in die Vorbereitung geht, lohnt sich wirklich. Also, ran an die Zwetschgen.   

Zutaten für den Boden

  • 185g Butter
  • 130g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 Eier  
  • 75ml Buttermilch
  • 1/2 Päckchen Vanillearoma 
  • 185g Mehl
  • 1/4 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • ca. 500g reife Zwetschgen oder Pflaumen 

Zutaten für die Streusel

  • 75g Mehl
  • 40g Muscovado-Zucker (alternativ Rohrohrzucker)
  • 60g geröstete und gemahlene Haselnüsse
  • 1 Prise Salz
  • 60g Butter
  • Puderzucker zum Bestäuben 

Zubereitung

Die Zutaten sind für eine Springform mit 26cm Durchmesser bemessen. Zuerst hole ich Butter und Eier aus dem Kühlschrank und lasse sie Zimmertemperatur annehmen. Dann lege ich den Boden der Springform mit Backpapier aus und heize den Ofen auf 160° C Umluft vor.  Die Zwetschgen oder Pflaumen waschen, verlesen, entsteinen und halbieren. 

Zwetschgenstreusel

Aus den Zutaten für den Boden einen Rührteig zubereiten. Dazu Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Nach und nach die Eier zugeben und gründlich unterrühren. Die Buttermilch und das Vanillearoma untermischen und zum Schluss, nur ganz kurz, die trockenen Zutaten dazu geben. Das Mehl sollte nicht zu lange untergerührt werden, denn sonst wird der Teig klietschig.  

Als nächstes kommen die Streusel an die Reihe. Die Haselnüsse habe ich in einer Pfanne ohne Fett geröstet und - nachdem sie abgekühlt waren - in meinem Blitzhacker fein gemahlen. Die Nüsse zusammen mit dem Muscovado-Zucker, Mehl, Salz und Butter mit den Fingern zu einem krümeligen Teig verarbeiten. 

Zwetschgenstreusel

Nun gebe ich den Rührteig in die vorbereitete Form, verteile die Zwetschgen darüber und bestreue anschließend alles mit dem Streuselteig. Das schaut schon ganz schön lecker aus.

Dann ist der Kuchen bereit für den Backofen. Nach ca. 45 Minuten, ich mache immer eine Stäbchenprobe, kann er wieder raus. Es duftet schon ganz wunderbar. Jetzt müssen wir uns nur noch ein bisschen gedulden, bis der Kuchen etwas abgekühlt ist. 

Zwetschgenstreusel

Den Streuselkuchen in 12 Stücke schneiden, mit Puderzucker bestäuben und gerne mit Sahne und einem heißen Kakao noch lauwarm genießen.

Stück Zwetschgenstreusel

Habt viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken. Bei uns war der Kuchen so schnell verschwunden, dass ich bereits am nächsten Tag einen neuen backen musste. ;-) 

Habt eine gute (Kuchen-)Zeit!  

Eure Tine 

Himbeer-Baileys-Kuchen {Himbeere / Baileys / Kakaonibs}

Baileys mit dunkler Schokolade trifft Himbeere

Baileys mit dunkler Schokolade trifft Himbeere

Vor einigen Jahren ist mir ein Buch in die Hände gefallen, dass mich dazu angestiftet hat, eine kleine Bar einzurichten. Nichts Großes, aber doch genug Auswahl, um ein paar klassische Cocktails zu mixen. Inzwischen ist diese kleine Sammlung immer größer geworden und beherbergt seit einiger Zeit auch eine neue Sorte Schokoladenlikör, den Baileys Chocolate Luxe. Dieser Likör ist eine Kombination aus belgischer Schokolade, irischem Whiskey und Sahne – und er durfte bereits meine Schokoholic-Cupcakes verfeinern. 

In der letzten Zeit war viel los, auch wenn sich das auf dem Blog (noch) nicht bemerkbar macht. Aber je mehr ich um die Ohren habe und je mehr Torten und besonderes Gebäck ich backe, umso mehr habe ich Appetit auf einen "einfachen" Rührkuchen. Er ist toll, weil er saftig und locker leicht zugleich ist; mit frischem Obst im Teig, perfekt! Genauso ein Rezept habe ich euch vor gut einem Jahr vorgestellt. Den Eierlikör-Schoko-Süßkirsch-Hupf. Den habe ich damals nach einem Rezept von Rike von ihrem wunderbaren Blog "Lykkelig" gebacken. In Erinnerung an diesen Hupf gibt es heute die Variante mit dem herrlichen Baileys Chocolate Luxe und Himbeeren. Die Himbeeren habe ich im Sommer erntefrisch eingefroren und nun zaubere ich im Herbst noch ein bisschen den Sommer zurück auf den Kuchenteller. 

Himbeeren und Baileys-Kuchen

Bevor ich also endgültig den Herbst in der Kuchenwelt begrüße gibt es noch einen letzten, naja vielleicht vorletzten Gruß an den Sommer. Seid ihr dabei?

Zutaten für den Kuchen

  • 150g Zucker inkl.  1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • 5 Eier
  • 250ml Speiseöl
  • 250ml Baileys Chocolat Luxe
  • 260g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 2 El Kakaopulver
  • 2 El Kakaonibs
  • 200g Himbeeren (Eingefrorene Himbeeren der letzten Saison, TK-Ware oder frische Früchte, alles ist möglich. Gefrorene Früchte vorher bitte bei Zimmertemperatur oder über Nacht im Kühlschrank auftauen.)

Zutaten für die Glasur

  • ca. 50g gehackte zartbittere Schokolade
  • etwas Kakaopulver
  • ein paar frische Himbeeren

Zubereitung

Idealerweise liegen die Eier schon seit ein bis zwei Stunden in der Küche, so dass alle Zutaten Raumtemperatur haben. Zuerst heize ich den Backofen auf 180°C Umluft vor. 

Die Himbeeren leicht mit Mehl bestäuben, damit sie später nicht aneinanderkleben. Nun den Zucker und den Vanillezucker mit den Eiern gründlich (lieber ein bisschen länger) mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine verrühren. Die Masse sollte deutlich an Volumen gewonnen haben und weißlich aussehen. In einem dünnen Strahl und während meine Küchenmaschine auf mittlerer Stufe fleißig weiterrührt gebe ich Eierlikör und Öl dazu. Dadurch verliert die Masse nur minimal an Volumen, wird aber deutlich flüssiger.

Himbeer-Baileys-Kuchen

Anschließend werden rasch Mehl und Backpulver ebenfalls mit der Küchenmaschine untergerührt. Das Mehl aber bitte nicht zu lange unterarbeiten, da der Teig sonst leicht klietschig wird. Die Himbeeren und die Kakaonibs hebe ich anschließend fix unter den fertigen Teig. Jetzt nur noch den Teig in eine große und vorbereitete (d.h. gefettet und bemehlte oder mit Semmelbröseln ausgestreute) Gugelhupf- oder Springform mit Rodonboden (28cm) füllen und ab in den Backofen. Nach ca. 40 bzw. 50 Minuten sollte der Kuchen gar sein (Stäbchenprobe!).

Die Schokolade grob hacken und in der Mikrowelle oder über einem Wasserbad schmelzen. Den Kuchen mit der Schokolade, dem Kakaopulver und einigen verbliebenen Beeren dekorieren.

Himbeer-Baileys-Kuchen

Lasst euch die herrliche Kombination aus Schokolade und Beeren schmecken, träumt vom Sommer und habt eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine